Steuern/Buchhaltung
 
Es gibt eine unüberschaubare Vielfalt von Steuerratgebern auf dem Buchmarkt. Die meisten wenden sich jedoch an Angestellte und Beamte und sind für die überwiegend freiberuflich tätigen Übersetzer und Dolmetscher völlig irrelevant. 
    Es gibt nur wenige Werke, die sich ausdrücklich an Freiberufler wenden. Das liegt daran, dass es im Vergleich zu den Millionen von Arbeitern, Angestellen und Beamten nur wenige Freiberufler in Deutschland gibt. Auch unter den 3,5 Mio. Selbstständigen stellen sie eine Minderheit von rund 600.000 Personen dar. 
    Freiberufler sind selbstständige Unternehmer, die steuerlich und buchhalterisch gewisse Privilegien genießen. So brauchen sie keine Gewerbesteuer zu zahlen und müssen keine Bilanz erstellen. Der Gewinn wird durch eine vergleichsweise einfache Einnahmen-Überschussrechnung ermittelt. 
    Nachfolgend einige Bücher zum Thema. Vor allem die ersten beiden sind für Einsteiger völlig ausreichend. Sie beschreiben kurz und knapp die wichtigsten Aspekte, die wir als Steuerzahler zu beachten haben. 
Karriere
Jobs
Zeitschriften
VeranstaltungenMarktdaten
Steuern/
Buchhaltung

Bücher
 
Peter A. Klocke, Ilonka Kunow:
Einnahmen-Überschussrechnung.
Freiburg im Breisgau: Haufe, 2002 (2. Auflage).
10,5 x 16,4 cm, 126 Seiten, 6,60 Euro.
ISBN 3-448-05189-6
Joachim Herting:
Einnahmen-Überschussrechnung.
Gewinnermittlung, Steuerplanung und Betriebsplanung.
Berlin: Cornelsen, 2003.
10 x 15,9 cm, 126 Seiten, 6,95 Euro.
ISBN 3-589-21901-7
Bernhard Köstler:
Gewinnermittlung für Selbständige.
Steuerratgeber zur Einnahmen-Überschuss-Rechnung.
München: C.H. Beck, 2005 (3. Auflage).
12,3 x 19,1 cm, 400 Seiten, 12,50 Euro.
ISBN 3-423-50823-X (dtv-Taschenbuch)

Ältere Auflage:
Ralf J. Bombita, Bernhard Köstler:
Gewinnermittlung für Selbständige.
Praktische Darstellung der Einahme-Überschuß-Rechnung.
München: C.H. Beck, 2001 (2. Auflage).
12,3 x 19,1 cm, 364 Seiten, 12,50 Euro.
ISBN 3-423-50823-X (dtv-Taschenbuch)
 

Ralf J. Bombita, Bernhard Köstler, Hermann Steindl:
Steuerwissen für Existenzgründer.
Praktische Tipps zu Steuern, Recht und Sozialversicherung.
München: C.H. Beck, 2002 (2. Auflage).
12,3 x 19,1 cm, 261 Seiten, 12,50 Euro.
ISBN 3-423-50831-0 (dtv-Taschenbuch)
Steuerberater
Steuerberater kosten Geld und kennen sich in der Regel in unserer Branche (z.B. bei Auslandsumsätzen) nicht aus. Sie beraten nicht selten falsch, müssen für die Folgen aber nicht haften. 
    Es ist daher leider unverzichtbar, sich selbst zumindest in Grundzügen zu informieren. Die Steuerseminare unserer Berufsverbände und die im Handel angebotenen Bücher bieten eine gute Gelegenheit dazu.
    Steuerberater lohnen sich immer dann, wenn die Umsätze steigen und die Dinge im Lauf der Jahre komplizierter werden. Durch den Einsatz eines Steuerberaters und dessen legale Tricksereien spart man dann meist mehr Geld als dieser kostet.
 
Warnung an Berufseinsteiger und Studenten
Die Steuerbehörden sind träge und arbeiten langsam. Man kann ohne weiteres mehrere Jahre schwarz arbeiten, bis einem das Finanzamt auf die Schliche kommt. 
    Dann allerdings sind die in den Jahren zuvor nicht abgeführten Steuern auf einen Schlag nachzuzahlen. Derartige Steuernachforderungen in vier- oder fünfstelliger Höhe haben schon so manchem hoffnungsfrohen Freiberufler zu Beginn seiner Karriere finanziell das Genick gebrochen und ihn auf Jahre praktisch zum Sozialfall gemacht. Lasst es nicht so weit kommen und arbeitet von Anfang an Steuer-ehrlich!
    Teilt eurem Finanzamt mit, dass ihr freiberuflich als Übersetzer arbeitet (auch wenn ihr nur alle paar Wochen einen Kleinauftrag bekommt). Ihr erhaltet dann eine Steuernummer und das Finanzamt erklärt euch, welche Einnahmen ihr in welchen Abständen melden müsst.