2006-03-06
Bundesrechnungshof verdächtigt Sprachmittler, Honorare der Justiz nicht zu versteuern
Nach einem Bericht des Bundesrechnungshofs entgehen dem Staat jährlich mehrere Millionen Euro, weil viele Justizverwaltungen sich weigern, ihre Zahlungen an Dritte den Finanzämtern zu melden.
Dabei gebe es seit dem Jahr 2000 eine Mitteilungspflicht der Justiz an die Finanzämter. Es gehe vor allem um Zahlungen an die Betreuer von entmündigten Personen, aber auch um Honorare für Sachverständige, Dolmetscher und Übersetzer.
    Die fehlenden Kontrollmitteilungen erschweren den Finanzämtern die Ermittlung von Zahlungsempfängern, die sich das Geld „schwarz“ in die Tasche stecken.
Spiegel Online meldet, dass mehrere Staatsanwaltschaften inzwischen Ermittlungsverfahren eingeleitet haben.

[Text: Richard Schneider. Quelle: Spiegel Online, 2006-03-06. Bild: Archiv Übersetzerportal.] www.uebersetzerportal.de