2002-07-05
Flugzeugabsturz am Bodensee: Großeinsatz für Russisch-Dolmetscher
Rund 140 Angehörige der russischen Opfer des Flugzeugabsturzes am Bodensee sind am 04.07.2002 mit einer Sondermaschine in Friedrichshafen eingetroffen. In Bussen wurden sie zum Unglücksort nach Überlingen gebracht. 
    Dort standen 30 bis 40 Dolmetscher, 20 so genannte Konflikthandhabungstrainer und 18 angeblich ebenfalls Russisch sprechende Psychologen für die seelische Betreuung bereit.
    Nachdem die Angehörigen symbolisch Abschied von den Toten genommen hatten, sind sie wieder in Richtung Moskau abgereist. An der Absturzstelle hatten sie Kränze und Blumen niedergelegt. Eine Identifizierung der Leichen blieb ihnen erspart. Die Behörden hielten dies nicht für sinnvoll. 
    Am 01.07.2002 waren eine amerikanische Frachtmaschine und ein russisches Passagierflugzeug in der Luft zusammengestoßen. Alle 71 Insassen kamen dabei ums Leben.
[Text: Richard Schneider. Quelle: Offenbach Post 2002-07-04, www.spiegel.de 2002-07-05, Mannheimer Morgen 2002-07-04, www.n-tv.de 2002-07-05. Bild: n-tv.]