2002-07-15
Oliver Kalkofe als Übersetzer: „Celebrity Deathmatch“ wird synchronisiert
Ab August 2002 wird der deutschsprachige Ableger des Musiksenders MTV erstmals synchronisierte Fassungen der herzerfrischend brutalen Knetmännchen-Serie „Celebrity Deathmatch“ ausstrahlen. 
    Dabei treten in einem Boxring Prominente in einem Kampf auf Leben und Tod gegeneinander an – zum Beispiel Sylvester Stallone gegen Arnold Schwarzenegger oder Britney Spears gegen Christina Aguilera.
    2001 liefen bei MTV bereits elf speziell für den deutschen Markt produzierte Folgen, in denen sich unter anderem Harald Schmidt und Stefan Raab gegenseitig verprügelten.
    Als Übersetzer für die Originalfolgen konnte MTV den Mediensatiriker Oliver Kalkofe (36) gewinnen. Und der ist durchaus vom Fach: Nach dem Abi absolvierte er eine Ausbildung zum Fremdsprachenkorrespondenten und Wirtschaftsdolmetscher (Englisch und Französisch). Warum er nicht in der Branche blieb? „Ich wollte eben nicht mein Leben damit verbringen, Beschwerdebriefe über sich selbst fettende Kugellager zu schreiben ...“
    Also studierte er anschließend in Münster Publizistik, Anglistik und Germanistik. Wurmt es ihn heute noch, das Studium nach acht Semestern geschmissen zu haben? „Mich nicht“, so Kalkofe, „aber meinen Vater – der hat immer noch den Irrglauben, dass ein Studium hilft.“ 
    Schon während der Uni-Zeit arbeitete er bei radio ffn in Niedersachsen und wirkte an der Comedy-Sendung „Frühstyxradio“ mit.
    1994 bekam er auf Premiere eine eigene Sendung. „Kalkofes Mattscheibe“ lief fast fünf Jahre lang (unverschlüsselt) auf dem Bezahlfernsehsender. Das Format machte ihn bundesweit bekannt und brachte ihm den Grimme-Preis ein.

[Text: Richard Schneider. Quelle: kressreport Nr. 28, 2002-07-12; Website der „Freunde der gepflegten Unterhaltung“; www.unicum.de. Bild: Kalkofe, MTV.]


Oliver Kalkofe, Fremdsprachen-
korrespondent und Wirtschaftsdolmetscher