2002-07-17
MÜ-Anwendungen im Internet: „Besser als gar nichts“
Immer noch sind 75 Prozent aller Seiten im Internet in englischer Sprache verfasst. Aber nur 45 Prozent der Internetnutzer sind des Englischen mächtig. Eine Studie hat zudem ergeben, dass Nutzer doppelt so lange auf muttersprachlichen Seiten verweilen und dort auch viermal öfter einkaufen. 
    Kein Wunder also, dass viele Unternehmen zumindest eine maschinelle Übersetzung (MÜ) Ihrer Internet-Präsenz anbieten möchten. Die ist zwar schlampig, aber dafür preiswert bis kostenlos.
    Dass die Qualität der Übersetzung zu wünschen übrig lässt, ist auch den MÜ-Anbietern klar. Reinhard Busch von Linguatec weiß, woran das liegt: „Sprache ist so glitschig wie ein Fisch.“ Und Dimitrios Sabatakakis, CEO von Systran, erklärt: „Wir wollen mit der Übersetzung durch Menschen gar nicht konkurrieren. Es ist doch besser, Sie haben eine chinesische Seite in schlechtem Englisch als gar nicht."
    Die Tageszeitung Die Welt beschreibt in einem längeren Artikel den Stand der Dinge:
[Externer Link. Möglicherweise nicht mehr gültig.]
[Text: Richard Schneider. Quelle: Die Welt, 2002-07-16. Bild: Systran.]