2002-07-26
MÜ einmal anders: „Schwobifying Proxy Server“ übersetzt Deutsch ins Schwäbische
Als „experimentelle Linguistik“ bezeichnen die Mitarbeiter der Heidelberger Studentenzeitung UNiMUT das von ihnen entwickelte Programm zur Übersetzung beliebiger Texte und Internet-Seiten ins Schwäbische.
    Der „Schwobifying Proxy Server“ hat sich nach Angaben der Betreiber zu einem regelrechten Hit entwickelt und wird pro Tag rund 50.000 Mal von Surfern aufgerufen. Das aufgrund einer Wette entstandene Programm basiert auf einer simplen Software, die bestimmte hochsprachliche Silben durch ihre schwäbische Entsprechung ersetzt („ein-“ > „oi-“ usw.). 
    Geben Sie auf der Heidelberger Seite einfach die Adresse eines Web-Angebots mit hohem Textanteil ein (z.B. www.uebersetzerportal.de, sehr schön ist auch www.google.de). Klicken Sie dann auf „Nach Schwaben“. Umgehend wird Ihnen das entsprechende Angebot einschließlich aller Unterseiten im Originallayout, aber mit verschwäbeltem Text angezeigt.
    Der „Sprachmittler“ wird so zum „Schbrachmiddlr“, der „Palästinenser“ zum „Paläschdinensr“, die „Stellenangebote“ zu „Schdelleogbode“. Im Google-Menü lauten die Optionen dann unter anderem „Seide auf Deidsch“ und „Oischdellungen“.
    Der Link: http://unimut.fsk.uni-heidelberg.de/schwob.html
[Text: Richard Schneider. Quelle: UNiMUT, Focus,  2002-07-24. Bild: UNiMUT.]