2002-08-20
„Sprachpflege ist mehr als Korinthenkackerei“ – Uwe Förster (GfdS) gestorben
Dr. Uwe Förster, die Seele der Wiesbadener Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS), ist nach langer, schwerer Krankheit kurz vor seinem 67. Geburtstag gestorben. Förster war seit 1967 wissenschaftlicher Mitarbeiter der GfdS und 32 Jahre lang Leiter des Sprachberatungsdienstes. Im Jahr 2000 verabschiedete er sich in den Ruhestand. Damals wies er darauf hin, dass Sprachpflege „mehr als Korinthenkackerei“ sei.
    Reinhard Appel, langjähriger Chef der ZDF-Nachrichtensendung „heute“, charakterisierte ihn 1995 so: „Für mich ist Uwe Förster ein Sprachpapst ohne dogmatische Attitüde, der mit Sprachwissenschaftlern sachkundig parlieren und ebenso bei Lieschen Müllers Mann locker und ohne Zeigefinger Lust für ein klares, einfaches Deutsch wecken kann.“ Förster hatte das heute-Team sieben Jahre lang beraten.
    Mehr zum Tod von Förster, von dem im Internet nur ein einziges und zudem unscharfes Foto existiert, in einem Artikel des Wiesbadener Tagblatts:
[Externer Link. Möglicherweise nicht mehr gültig.]
[Text: Richard Schneider. Quelle: Wiesbadener Tagblatt, 2002-08-20. Bild: Wiesbadener Tagblatt.]