2002-09-13
EU hat Übersetzungsauftrag über 700.000 Seiten vergeben
Mehrere Verlage haben von der EU den Zuschlag zur Übersetzung des EU-Rechts in die Sprachen der neuen Mitgliedsstaaten Osteuropas erhalten.
    Ab 2004 werden im Zuge der Osterweiterung neue Länder in die EU aufgenommen. Bis dahin muss der gesamte Rechtskodex der EU in folgenden Sprachen vorliegen: Estnisch, Lettisch, Litauisch, Maltesisch, Polnisch, Slowakisch, Slowenisch, Tschechisch und Ungarisch. 
    Die Federführung für dieses Projekt liegt beim Amt für amtliche Veröffentlichungen, dem Verlag der EU. Dieses hat jetzt eine Vereinbarung mit verschiedenen Unternehmen abgeschlossen:
  • Saarbrücker Zeitung Verlag & Druckerei GmbH
  • Imprimerie Centrale, Luxemburg
  • Jouve S.A., Paris
  • AIS Berger-Levrault, Nancy
Bei der Vertragsunterzeichnung waren das Kommissionsmitglied für Erziehung und Kultur, Viviane Reding (51, Luxemburgerin), der Leiter des Amtes für amtliche Veröffentlichungen, Thomas L. Cranfield (Alter und Nationalität nicht ermittelbar) und Vertreter der Verlage anwesend.
    Die übersetzerische Mammut-Aufgabe war im März 2002 ausgeschrieben worden. 26 Unternehmen forderten die Unterlagen an, aber nur neun reichten ein Angebot ein. Von diesen erhielten jetzt die oben genannten den Zuschlag.
    Gleichzeitig stellt das Amt mehr als 100 Hilfskräfte aus den künftigen Beitrittsländern ein. In jeder der neuen Sprachen werden 80.000 Seiten veröffentlicht. Das Budget des gesamten Projekts beläuft sich auf über 50 Mio. Euro.
[Text: Richard Schneider. Quelle: Trierischer Volksfreund, 2002-09-13. Bild: EU.]

Viviane Reding


Thomas L. Cranfield