2002-11-22
„Französisch zahlt sich aus“ – DFH startet Werbekampagne
Mit einer bundesweiten Werbekampagne unter dem Motto „Französisch zahlt sich aus“ will die Deutsch-Französische Hochschule (DFH) in Saarbrücken für mehr französische Sprachkompetenz werben. Der Startschuss fällt am 9.12.2002 in der Saarbrücker Kongresshalle mit Vorträgen, Infoständen und einem Rahmenprogramm. 
    Nach Angaben von DFH-Präsidentin Prof. Dr. Helene Harth ist die Kampagne notwendig, weil immer weniger Deutsche und Franzosen die Sprache des Nachbarn sprechen. Berufseinsteiger mit Französisch-Kenntnissen hätten deutlich bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Englisch sei dagegen mittlerweile eine Grundvoraussetzung. 
    Die aktuelle Statistik gibt ihr Recht: In Deutschland lernen 98 Prozent der Schüler Englisch, aber nur 16 Prozent Französisch. Auch in Frankreich ist Englisch mit 88 Prozent die am häufigsten erlernte Fremdsprache. Auf dem zweiten Platz folgt Spanisch, dann Deutsch mit 11 Prozent.
    Harth weiter: „Wer Französisch als erste Fremdsprache nimmt, lernt in der Regel auch Englisch. Wer dagegen mit Englisch beginnt, erwirbt viel seltener Kenntnisse in einer zweiten Fremdsprache.“
    Die DFH wurde 1997 durch ein Regierungsabkommen gegründet. Sie soll die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich im Hochschulbereich stärken. 
    Sie besitzt den Rechtsstatus einer Hochschule, ist aber in Wirklichkeit ein Verbund von deutschen und französischen Hochschulen. An diesen werden auch die Studiengänge abgehalten. Lediglich der Verwaltungssitz befindet sich in Saarbrücken. 
    Die DFH organisiert 114 bilinguale Studiengänge in den Fachrichtungen Architektur, Geistes- und Kulturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Medizin, Rechtswissenschaften und Wirtschaftswissenschaften. Unter ihrem Dach sind zurzeit 3.800 Studenten eingeschrieben.
    Mehr Infos zu dieser interessanten Einrichtung unter www.dfh-ufa.org.


Der Verwaltungssitz der DFH in Saarbrücken

[Text: Richard Schneider. Quelle: Saarbrücker Zeitung 2002-11-20, DFH. Bild: DFH.]


Helene Harth