2002-12-28
Schon vor 100 Jahren wetterten Schriftsteller und Wissenschaftler gegen Rechtschreibreformen
Der 1998 aufgeflackerte Widerstand gegen das Rechtschreibreförmchen lief nach demselben Schema ab wie bei der vorangehenden Reform von 1903. Dr. Klaus Heller, Geschäftsführer der zwischenstaatlichen Kommission für deutsche Rechtschreibung, meint: „Neuregelungen der Rechtschreibung treffen auf sehr eingefahrene Verhaltensweisen. Sie brauchen daher Zeit, bis sie sich durchsetzen.“ Vor 100 Jahren seien es die gleichen Personenkreise gewesen, nämlich Schriftsteller und Wissenschaftler, die gegen die Neuregelungen gewettert hätten. 
    „[Konrad] Duden hatte immer das Ziel, die deutsche Rechtschreibung zu vereinheitlichen und zu vereinfachen“, sagt Ralf Osterwinter von der Dudenredaktion in Mannheim. Anfang des 20. Jahrhunderts konnte man sich aber nur zu einer Vereinheitlichung durchringen. „Dass die von Duden angestrebte Vereinfachung fast ein Jahrhundert später erst verwirklicht wurde, hätte damals niemand geglaubt.“
    Den vollständigen Artikel können Sie im Weser Kurier lesen.
[Externer Link. Möglicherweise nicht mehr gültig.]
[Text: Richard Schneider. Quelle: Spiegel 1/2003. Bild: IDS.]

Klaus Heller


Ralf Osterwinter