2003-01-10
Berliner Senat bringt neues Übersetzergesetz auf den Weg
Der Berliner Senat hat am 2002-12-10 beschlossen, den Entwurf eines Gesetzes über die Staatliche Prüfung für Übersetzer, Dolmetscher und Gebärdensprachdolmetscher (Übersetzergesetz, ÜbDoGebG) im Abgeordnetenhaus einzubringen. Die Vorlage stammt vom Senator für Bildung, Jugend und Sport, Klaus Böger (57). 
    Das Gesetz soll die Rechtsgrundlage dafür schaffen, dass künftig neben Übersetzern auch Dolmetscher und Gebärdensprachdolmetscher eine staatliche Prüfung ablegen können, mit der sie insbesondere vor den Berliner Gerichten als beeidigte Übersetzer, Dolmetscher und Gebärdensprachdolmetscher auftreten können. Die staatliche Prüfung, die zum Führen entsprechender Berufsbezeichnungen berechtigt, soll gegenüber den Verwaltungsbehörden des Landes Berlin als Gütesiegel fungieren.
    Mit dem Gesetz wird gleichzeitig eine Vorgabe des „Gesetzes zur Herstellung gleichwertiger Lebensbedingungen von Menschen mit und ohne Behinderung“ umgesetzt. Darin wurde der Senat verpflichtet, die Gebärdensprache in die Regelungen für die Staatliche Prüfung für Übersetzer einzubeziehen.
    Der Gesetzentwurf orientiert sich sowohl an den Vorgaben der Kultusministerkonferenz für die Staatliche Prüfung für Übersetzer und Dolmetscher als auch an den bislang noch wenigen Landesregelungen über die Staatliche Prüfung von Gebärdensprachdolmetschern.
[Text: Richard Schneider. Quelle: Pressemitteilung der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport, 2002-12-10. Bild: Senat Berlin.]

Klaus Böger