2003-01-14
Spracherwerb: Französische Babys lallen anders als deutsche
Forscher der Uni Potsdam untersuchen im ersten und einzigen „Babylab“ Deutschlands die sprachlichen Fähigkeiten von Kleinkindern.
    Vor allem die rhythmischen Strukturen ihrer Muttersprache begreifen Kinder erstaunlich früh und ahmen sie in ihrem Lallen nach.
    Die Sprachen der Welt unterscheiden sich deutlich in ihrem Sprechrhythmus, daher lallen französische Babys anders als deutsche. Indem es lallt, erschließt sich das Kind weite Teile der Grammatik seiner Muttersprache.
    Bewiesen werden konnte dies mit Hilfe von Tonaufnahmen. Die Auswertung zeigte signifikante Häufungen charakteristisch muttersprachlicher Rhythmen. Somit verfügen Säuglinge bereits mit drei Monaten über entscheidende linguistische Grundlagen. Alles deutet darauf hin, dass der Sprachlernprozess sogar eigentlich schon im Mutterleib beginnt. 
    Mehr dazu im populärwissenschaflichen Magazin nano des Fernsehsenders 3sat.
[Text: Richard Schneider. Quelle: nano 2002-11-29. Bild: nano.]

Säugling im „Babylab“