2003-04-07
Irak-Krieg: Kurdischer Dolmetscher verblutet
In Erbil bei Mosul im Nordirak wurde am 06.04.2003 ein Konvoi mit kurdischen Peschmerga, britischen Journalisten und US-Spezialeinheiten versehentlich von zwei amerikanischen F-15-Kampfflugzeugen beschossen. 
    Dabei kamen 18 Menschen ums Leben, mehr als 40 wurden verletzt. Dem 25-jährigen kurdischen Dolmetscher des BBC-Reporters John Simpson (59) wurden beide Beine abgerissen. Hilflos musste das Team zusehen, wie der Mann verblutete. Simpson wurde durch Bombensplitter am Bein verletzt. Wadschi Barsani, ein Bruder des Kurdenführers Massud Barsani, zog sich schwere Verletzungen zu. 
    In der Nähe des Konvois waren mehrere irakische Panzer unterwegs, die von den Flugzeugen angegriffen wurden. Simpson: „Ich sah, wie die Bombe abgeworfen wurde und dann neben uns einschlug. Es war wie in der Hölle. Ich sah, wie Menschen um mich herum verbrannten.“


Zwei der zehn Fahrzeuge des Konvois nach dem Beschuss

[Text: Richard Schneider. Quelle: dpa 2003-04-06, Harke 2003-04-07, WAZ 2003-04-08.]