2003-04-26
Dem Terror sei Dank: Nachfrage nach Arabisten stark gestiegen
Früher sind die Studenten von Prof. Dr. Eckehard Schulz vielleicht mal in der Entwicklungshilfe untergekommen oder an der Uni geblieben. Die meisten waren gezwungen, sich in fachfremden Berufen zu verdingen, um über die Runden zu kommen. 
    Seit dem 11. September 2001 ist das anders. Der Professor für arabische Sprach- und Übersetzungswissenschaft am Orientalischen Institut der Uni Leipzig kann sich vor Anfragen kaum retten. Verfassungsschutz, Wirtschaft und Medien suchen Experten für die arabische Welt und deren Sprache. Die Zahl der Studienanfänger am renommiertesten deutschen Lehrstuhl für Arabistik hat sich innerhalb eines Jahres auf 250 verdoppelt.
    Das Institut ist in vier Fachgebiete gegliedert: Kultur und Geschichte, Arabische Sprach- und Übersetzungswissenschaft, Islamisches Recht, Wirtschaft und Sozialgeografie. Im Rahmen des Magisterstudiengangs Arabistik können sich die Studenten auf eines der Fachgebiete spezialisieren oder einen Abschluss als Diplom-Übersetzer bzw. einmalig in Deutschland als Diplom-Dolmetscher erwerben.
    Ein Zeitungsartikel beschreibt den Berufsalltag einer Leipziger Absolventin am Landeskriminalamt Sachsen. Zu den Aufgaben der 29-Jährigen gehört auch das Übersetzen und Dolmetschen. Ihre Arbeit ist so geheim, dass die Frau nicht einmal ihren Namen nennen darf. 
    Den vollständigen Artikel können Sie in der tageszeitung lesen. Auf den Seiten der Uni Leipzig finden Sie Informationen über das Orientalische Institut.
[Externe Links. Möglicherweise nicht mehr gültig.]
[Text: Richard Schneider. Quelle: taz 2003-04-23. Bild: Uni Leipzig.]