2003-05-20
Gemeindedolmetschdienst Berlin startet durch
Seit fünf Monaten lassen sich 27 Einwanderer in Berlin zum „Gemeindedolmetscher“ ausbilden. Sie sind zwischen 20 und 50 Jahre alt, haben Arabisch, Kurdisch, Polnisch, Russisch, Serbokroatisch oder Türkisch als Muttersprache und wurden aus 70 Bewerbern ausgesucht.
    Allen gemeinsam ist, dass sie zurzeit von Sozialhilfe leben. Der Kurs ist als Ausweg aus der Arbeitslosigkeit gedacht. Außerdem werden die Dienste der Sprachmittler im medizinischen und sozialen Bereich dringend benötigt. Das Projekt schlägt auf diese Weise zwei Fliegen mit einer Klappe. 
    Es wird mit EU-Mitteln gefördert und vom Verein Gesundheit Berlin e.V. in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg organisiert. Ein weiterer Kurs mit 30 Teilnehmern startet Ende September. 
    Vorbild ist das vom niedersächsischen Sozialministerium finanzierte „Ethno-Medizinische Zentrum“ in Hannover, das schon auf eine zwölfjährige erfolgreiche Arbeit zurückblicken kann.
    Einen ausführlichen Artikel über das Berliner Projekt können Sie im Neuen Deutschland lesen. Den Gemeindedolmetschdienst Berlin finden Sie hier: www.gemeindedolmetschdienst-berlin.de


Teilnehmer des derzeit laufenden Kurses

[Text: Richard Schneider. Quelle: Neues Deutschland 2003-05-20. Bild: Gemeindedolmetschdienst Berlin, Daniel Rühmkorf.]