2003-06-04
Schweizer perspektiven: „Arbeitsmarkt eher überlaufen“
Das von der Berufs- und Studienberatung des Kantons Zürich herausgegebene Magazin perspektiven porträtiert in einem längeren Beitrag zum Thema „Übersetzer/Dolmetscher“ zwei Kollegen. Darüber hinaus wird die Lage auf dem schweizerischen Arbeitsmarkt wie folgt beschrieben:
Der Arbeitsmarkt für Übersetzer/Dolmetscher ist eher überlaufen. Aktive Stellensuche und geografische Mobilität erleichtert den Schritt ins Berufsleben. Ebenso kann Wissen über ein Fachgebiet die Chance auf eine Anstellung vielleicht erhöhen. Wer eine «exotische» Sprache beherrscht, wird möglicherweise eine Marktnische finden. Doch auf der Nachfrageseite stehen Englisch und Französisch in den obersten Rängen.
    Dolmetscher/innen arbeiten vielfach als Selbständigerwerbende. Nur wenigen wird es gelingen, bei einer der grossen internationalen Organisationen wie UNO oder EU eine feste Anstellung zu ergattern. Übersetzer/innen finden entweder eine Anstellung bei grösseren Firmen und Organisationen (Banken, Versicherungen, Industrie, Verbände, internationale Organisationen, Verwaltung), wo sie aber oft auch Sekretariatsarbeiten erledigen, oder sie versuchen ihr Glück als Selbständige.
    Manche Dolmetscher und Übersetzer wenden ihre Sprachgewandtheit auch ausserhalb der angestammten Berufsfelder an. Als Alternative bieten sich die Bereiche Medien, Tourismus und Werbung an.
Als Ausbildungmöglichkeiten werden die „Ecole de traduction et interprétation“ (ETI) der Uni Genf und das „Institut für Übersetzen und Dolmetschen“ der Zürcher Hochschule Winterthur genannt. Für die berufsbegleitende Ausbildung werden „Schule für angewandte Linguistik“ (SAL), Zürich, und die „Handels- und Dolmetscherschule St. Gallen“ aufgeführt. 
    Wer an weiterführenden Informationen interessiert ist, wird an die „Dolmetscher- und Übersetzervereinigung Zürich“ (www.duev.ch) verwiesen.
    Die perspektiven erscheinen viermal im Jahr in einer Auflage von 22.000 Exemplaren. Mittelschüler erhalten die Zeitschrift in den letzten zwei Jahren vor der Matura kostenlos an ihrer Schule.
    Den vollständigen Artikel können Sie hier lesen.
[Text: Richard Schneider. Quelle: perspektiven 2/2002. Bild: perspektiven.]