2003-06-12
Management-Buy-out bei Corporate Language Services. 30 Prozent Wachstum pro Jahr
UBS und Zurich Financial Services haben ihre Beteiligung von 56,4 bzw. 28,2 Prozent an der CLS Corporate Language Services AG rückwirkend zum 1. Januar 2003 dem Management des Unternehmens verkauft. Die Aktien des Schweizer Sprachendienstleisters befinden sich nun zu 100 Prozent im Besitz des Managements. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
    Mit der CLS veräußern sowohl UBS als auch die Zürich ihre Beteiligung an einem Nichtkerngeschäft. CLS ist 1997 aus der Ausgliederung der Sprachendienste des Schweizerischen Bankvereins (heute UBS) und Zurich Financial Services hervorgegangen. Der Management-Buy-out (MBO) erfolgt zu einem Zeitpunkt, zu dem CLS den langfristigen Unternehmenserfolg nachhaltig sicherstellen kann. CLS weist seit der Gründung vor fünf Jahren ein ungebrochenes Wachstum auf und hat von Anfang an gewinnbringend gearbeitet.
    Die Geschäftsbeziehungen zu UBS und Zürich bleiben bestehen. Mit beiden Parteien wurden Dienstleistungsverträge abgeschlossen. Die Vertreter der UBS (Dr. Felix Ackermann und Dr. Bernhard Stettler) und der Zürich (Peter Hegetschweiler und Christian Merk) scheiden aus dem Verwaltungsrat der CLS aus. Zur Wiederwahl stellen sich die bisherigen Verwaltungsratsmitglieder Markus Hildbrand, Doris Marty-Albisser und Prof. Dr. Rudolf Volkart. In der Geschäftsleitung der CLS, deren Vorsitz seit der Gründung Doris Marty-Albisser inne hat, führt der MBO zu keinen personellen Veränderungen.
    CLS wird weiterhin unter dem jetzigen Firmennamen tätig sein und hält an ihrer bisherigen strategischen Ausrichtung fest. Dazu gehören der klare Branchenfokus und das Anbieten integrierter Unternehmenslösungen im Sprachbereich im Sinne des Business Process Outsourcing. So hat sich CLS in den letzten Jahren zu einem der führenden Sprachendienstleister für die Finanz- und die Telekommunikationsbranche in Europa entwickelt.
    In Zusammenarbeit mit Technologiepartnern hat CLS eine webbasierte Lösung im Bereich der maschinellen Übersetzung entwickelt. Überdies bietet CLS einen Online-Terminologieservice an und baut seit Januar 2003 einen Redaktionsdienst auf, der Fachtexte für die Finanzbranche verfasst.
    2002 stieg der Umsatz des Unternehmens auf knapp 45 Millionen Schweizer Franken. Jährlich werden für einen Stamm von rund 180 Kunden über 40.000 Übersetzungsaufträge bearbeitet. Seit der Gründung 1997 betrug das jährliche Umsatzwachstum durchschnittlich 30 Prozent. Die Zahl der Festangestellten stieg in dieser Zeit von 40 auf rund 230, darunter 160 Übersetzer deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Muttersprache. Bei Bedarf greift CLS zudem auf ein Netzwerk von rund 300 freien Übersetzern zurück. Der Hauptsitz befindet sich in Basel. Niederlassungen bestehen in Zürich, Bern, Lausanne und Chiasso. Im Herbst 2002 wurden die hundertprozentigen Tochtergesellschaften CLS Communication Ltd. in London und CLS Communication, Inc. in New York eröffnet.
    Der UBS-Konzern gehört zu den global führenden Finanzdienstleistern und ist der weltweit grösste Anbieter von Wealth-Management-Dienstleistungen für wohlhabende Privatkunden. Im Investment Banking und im Wertpapiergeschäft belegt UBS einen Spitzenplatz und zählt zu den weltweit größten Vermögensverwaltern. UBS ist die Nummer eins im Geschäft mit Schweizer Individual- und Firmenkunden.
    Zurich Financial Services ist ein im Versicherungsgeschäft verankerter Finanzdienstleister, der seine Tätigkeiten auf die Schlüsselmärkte Nordamerika, Großbritannien und Kontinentaleuropa ausrichtet und sich dabei auf ein internationales Netzwerk stützt. Die Zürich wurde 1872 gegründet und hat ihren Hauptsitz in Zürich. Sie ist in rund 60 Ländern vertreten und beschäftigt rund 68.000 Mitarbeiter.
[Text: CLS. Quelle: Pressemitteilung CLS, 2003-06-11. Bild: CLS.]

Doris Marty-Albisser,
CEO der CLS AG