2003-07-18
„Meowlingual“, der Mietzekatzendolmetsch
Japans zweitgrößter Spielzeughersteller Takara hat auf einer Medienkonferenz in Tokio „Meowlingual“ vorgestellt, ein Gerät, das zwischen Katze und Mensch dolmetschen soll. Es kommt im November in Japan für umgerechnet 65 Euro in die Läden.
    Ein Mikrofon nimmt die Laute der Katze auf, die per Software analysiert und einer von 200 möglichen Übersetzungen zugeordnet werden. Auf einem Anzeigefeld wird in Form von Symbolen und im Klartext dargestellt, was uns die Katze sagen will. Dort erscheinen dann Sätze wie „das gefällt mir“ oder „das finde ich furchtbar“. Die Kommunikation ist allerdings nur in eine Richtung möglich: von der Katze zum Menschen.
    Vor gut einem Jahr hatte Takara bereits ein ähnliches Gerät für Hunde auf den Markt gebracht. Von diesem „Bowlingual“ wurden seitdem 300.000 Stück verkauft – ein unerwartet großer Erfolg. Seit Mai wird der Hundedolmetscher deshalb auch in Südkorea vertrieben. Und im August soll er für 120 Dollar in den USA in die Läden kommen.
    Die Geräte sind natürlich ein Gadget, nutzen aber neueste Verfahren der Spracherkennung. An der Entwicklung ist ein Forschungsinstitut beteiligt, das im Rahmen der Verbrechensbekämpfung auch menschliche Stimmen analysiert.
    Siehe „Bowlingual“: Computer dolmetscht Gebell von 50 Hunderassen ins Japanische.


[Text: Richard Schneider. Quelle: B.Z.; Spiegel; Reuters; Schaffhauser Nachrichten, 2003-07-18; Netzeitung, 2003-07-18; Hamburger Abendblatt, 2003-07-19. Bild: Takara.] www.uebersetzerportal.de