2003-07-23
jobpilot präsentiert Beruf der Woche: Übersetzer/in
„Übersetzer/in“ – das ist der „Beruf der Woche“ im Internet-Stellenmarkt jobpilot. In prägnanter Kürze werden einige fundamentale Wahrheiten über unseren Beruf angeführt.
    Zu Wort kommen Dr. Wolfgang Sturz vom Transforum („Der gute Übersetzer wird sich vor Angeboten nicht retten können, der Schlechte bleibt ohne Beschäftigung.“) und der bis vor kurzem im BDÜ-Bundesvorstand für die Öffentlichkeitsarbeit zuständige Norbert Zänker („Gute Leute werden natürlich gesucht, vor allem Übersetzer in die Fremdsprache, vornehmlich ins Englische.“).
    Sturz rät allen, die diesen Beruf ergreifen möchten: „Orchideenfächer haben nur eine geringe Chance. Englisch ist und bleibt die weltweit gebräuchlichste Sprache und sollte deshalb immer in die Wahl mit einbezogen werden.“
    Außerdem unterscheidet er grundsätzlich zwischen Literatur- und Technikübersetzern: „Das sind zwei völlig verschiedene Berufe, die eigentlich nichts miteinander zu tun und auch verschiedene Anforderungsprofile haben. Der Bedarf an Literaturübersetzern ist viel geringer und ihr Verdienst ist oft minimal.“
    Berufseinsteigern rät Sturz, sich um eine Festanstellung zu bemühen. „Freiberuflichkeit ist gerade am Anfang eher ein Risiko, weil noch kein Beziehungsnetz vorhanden ist, auf das man aufbauen kann.“ Norbert Zänker ergänzt: „Die ersten fünf Jahre sind eine einzige Durststrecke. Erst nach dieser Zeit hat sich ein berufliches Umfeld aufgebaut, das ein angenehmes Arbeiten und Leben ermöglicht.“
    Hätten doch nur alle Artikel über die Berufspraxis einen derart hohen Wahrheitsgehalt! Leider liest man zum Beispiel in Frauenzeitschriften viel Unfug über unsere Berufsgruppe.
    Den jobpilot-Artikel können Sie hier in voller Länge lesen. Das Transforum finden Sie hier.
[Externer Link. Möglicherweise nicht mehr gültig,]
[Text: Richard Schneider. Quelle: jobpilot. Bild: Sturz, ADÜ Nord.]


Wolfgang Sturz


Norbert Zänker