2003-08-22
Spiegel kritisiert Amerikanismen wie „das macht Sinn“
Schon seit langem fallen uns Übersetzern Amerikanismen wie „das macht Sinn“, „er hat einen guten Job gemacht“ und „realisieren“ (im Sinn von „sich einer Sache bewusst werden“) unangenehm auf. Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel schreibt dazu:
„Das macht Sinn“ ist alles andere als gutes Deutsch. [...] nichts und niemand kann Sinn machen. Denn „machen“ und „Sinn“ passen einfach nicht zusammen. Das Verb „machen“ hat die Bedeutung von fertigen, herstellen, tun, bewirken; es geht zurück auf die indogermanische Wurzel „mag-“, die für „kneten“ steht. Das erste, was „gemacht“ wurde, war demnach Teig. Etwas Abstraktes wie Sinn lässt sich jedoch nicht kneten oder formen. Er ist entweder da oder nicht. Man kann den Sinn suchen, finden, erkennen, verstehen, aber er lässt sich nicht im Hauruck-Verfahren erschaffen.
Den vollständigen Artikel können Sie hier lesen.
[Externer Link. Möglicherweise nicht mehr gültig.]
[Text: Richard Schneider. Quelle: Spiegel, 2003-08-20. Bild: Spiegel.]