2003-10-18
4.000-12.000 Euro/Monat plus Extras plus Rente. EU hat immer noch freie Stellen für Dolmetscher mit Ostsprachen
Ian Andersen, Chef der 650 Dolmetscher der EU-Kommission, sucht immer noch junge Muttersprachler aus Lettland, Litauen, Polen, der Slowakei, Slowenien und Malta, die mindestens drei Arbeitssprachen beherrschen. 
    Zugegeben, die zu dolmetschenden Themen sind an Trockenheit und Langeweile kaum zu überbieten, aber der harte Job wird durch ein Gehalt und Sozialleistungen versüßt, von denen angestellte Sprachmittler in der freien Wirtschaft nur träumen können. Die Märkische Allgemeine schreibt:
Andersens Beamte schwärmen immer wieder von Brüssel in die Beitrittsländer aus, machen jedes Jahr neue Tests. Sie haben in Polen bereits 70 Talente für die EU rekrutiert, in Estland werden 38 Neulinge getestet. „In Malta haben wir uns umgeschaut und bislang sechs Talente gefunden.“ Nur sechs? Wenn man bei Andersens Kollege Guy van Biesen zuhört, der in Brüssel der Vizechef im europäischen Amt für Personalauswahl ist, dann müssten es nach Marktwirtschaftsgesetzen mehr sein. Immerhin 4.000 Euro netto lautet das Grundgehalt für jene jungen Auserwählten, bestätigt Guy van Biesen. Es gibt Auslands-, Kinder- und Gesundheitszulagen, sichere Rente aus der EU-Kasse, nach zehn Jahren bereits das doppelte Gehalt und für Top-Leute bis zu 12.000 Euro brutto im Monat.
... außerdem übernimmt die EU natürlich die Umzugskosten nach Brüssel.
[Text: Richard Schneider. Quelle: Märkische Allgemeine, 2003-10-14. Bild: SCIC.]

Ian Andersen