2003-11-01
80.000 Seiten ins Ungarische. Wie Budapest die Übersetzung des Acquis Communautaire organisiert
Die neuen EU-Mitgliedstaaten müssen den gemeinschaftlichen Besitzstand, den so genannten Acquis Communautaire, bis zum Beitritt in ihre Amtssprache übersetzt haben. Es handelt sich um EU-Verträge, Verordnungen, Richtlinien und Entscheidungen sowie ausgewählte Schlüsselurteile des Europäischen Gerichtshofs insgesamt mehr als 80.000 Seiten.
    Bereits 1997 hat das ungarische Justizministerium eine Koordinierungseinheit für die Übersetzungsarbeiten aufgestellt. Die Zahl der darin tätigen Übersetzer, Terminologen und Juristen ist im Lauf der Jahre auf heute 60 Mitarbeiter angewachsen.
    Die Übersetzungen der Koordinierungseinheit werden an Übersetzungsbüros weitergeleitet, die in öffentlichen Ausschreibungen ermittelt wurden. Diese prüfen die Texte unter sprachlichen und fachlichen Aspekten und nehmen Korrekturen vor. Danach landen die Texte beim Justizministerium, wo Sprachjuristen und Terminologen alles noch einmal durchsehen und die endgültige Fassung erstellen. Auf diese Weise wurden bislang schon 50.000 Seiten übersetzt.
    Die Koordinierungseinheit hat eine Terminologie-Datenbank eingerichtet, die ständig gepflegt wird. Sie enthält zurzeit 16.000 Einträge auf Deutsch, Englisch, Französisch und Ungarisch und ist über das Internet auch der Öffentlichkeit zugänglich.
    Den vollständigen Artikel können Sie in der Budapester Zeitung lesen.

Link zum Thema
Terminologiedatenbank der ungarischen EU-Übersetzungen: www.eujogszab.hu.
[Externe Links. Möglicherweise nicht mehr gültig.]
[Text: Richard Schneider. Quelle: Budapester Zeitung, 2003-10-27. Bild: Archiv.] www.uebersetzerportal.de