2003-11-19
Mossul: Wieder Schüsse auf Dolmetscher. Sprachmittler wollen nicht mehr gefilmt werden
In der nordirakischen Stadt Mossul ist ein für die US-Streitkräfte arbeitender Dolmetscher durch Schüsse verletzt worden. Unbekannte feuerten auf den Mann, als er sein Hotel verließ. Der Vorfall ereignete sich am Abend des 18.11.2003. Erst wenige Tage zuvor wurde in derselben Stadt ein Dolmetscher gezielt ermordet.
    Korrespondentin Antonia Rados berichtet am 22.11.2003 in den RTL-Nachrichten, dass viele für die Besatzungstruppen arbeitende irakische Dolmetscher nicht mehr gefilmt werden wollen. Im Bild ist ein Sprachmittler zu sehen, der sich ein Tuch vors Gesicht gebunden hat (nur die Augen sind frei), um nicht erkannt zu werden.
    Siehe hierzu auch unser Dossier.
[Text: Richard Schneider. Quelle: Der Standard, 2003-11-19; SF DRS, 2003-11-19; Netzeitung, 2003-11-19. Bild: Archiv.] www.uebersetzerportal.de