2003-12-15
ATICOM verleiht Förderpreis an Studentin der Hochschule Anhalt
Anlässlich des Tages der Forschung an der Hochschule Anhalt (FH) am 10. Dezember 2003 wurde in Dessau der diesjährige Förderpreis des Fachverbandes der Berufsübersetzer und Berufsdolmetscher (ATICOM e.V.) an Frau Doreen Gawronsky für ihre herausragende Leistung als Absolventin des Studiengangs Fachübersetzen überreicht.
    Das Thema ihrer besonders ausgezeichneten Diplomarbeit lautet: „Die Textform Website und Fragen ihrer Lokalisierung am Beispiel deutscher und französischer Tourismuswebsites“ – im Rahmen der allgemeinen Technologisierung ein hochaktuelles Thema.
    In seiner Laudatio betonte der ATICOM-Vorsitzende Reiner Heard die zentrale Rolle des Menschen im Übersetzungsprozess. Immer wieder gibt es Versuche Übersetzungen maschinell erstellen zu lassen. Bis heute ersetzt jedoch die maschinell erstellte Übersetzung keinesfalls die „handgemachte“ individuelle Übersetzungsleistung eines professionellen Übersetzers. Das zeigen zahllose Negativbeispiele stets aufs Neue, denn (Zitat Frau Gawronsky): 
 ....das Übersetzen ist ... eine kreative und produktive Tätigkeit; der Übersetzer ist nicht nur Mittler, sondern produziert einen eigenen Translationstext in der Zielsprache. Ausgehend von dieser Definition kann Übersetzen auch als Sprachmittlung, der Übersetzer als Sprachmittler bezeichnet werden.
    Übersetzung beschäftigt sich jedoch auch mit kulturellen Transfers und wird daher ebenso als Kulturmittlung gesehen. Der Übersetzer stellt somit als Sprach- und Kulturmittler ein Bindeglied zwischen zwei verschiedensprachigen Kommunikationspartnern dar.
Angesichts dieser Situation leistet ATICOM als Berufsverband notwendige und wichtige Aufklärungsarbeit. Diese Arbeit dient dazu, das Image des Übersetzers zu verbessern und das Berufsprofil des Übersetzers im öffentlichen Bewusstsein zu verdeutlichen. 
    Als Anbieter von Weiterbildungsveranstaltungen zu Themen wie Marketing, Qualitätssicherung (Stichwort DIN 2345), Kundenbindung, Öffentlichkeitsarbeit, Kosten und Kalkulation sowie rechtliche Aspekte der Berufsausübung sorgt er für stetige Weiterbildung und dafür, dass die Übersetzer immer einen aktuellen Wissensstand haben.
    Derart umfangreiche Anforderungen der tagtäglichen Praxis können die Übersetzer-Studiengänge nicht abdecken, auch wenn zum Beispiel durch den Studiengang Fachübersetzen an der Hochschule Anhalt (FH), der im Fachbereich Informatik verankert ist, eine starke Praxisorientierung erreicht wird. Gemeinsam mit dem Berufsverband wird so dem Ziel der Qualitätssicherung und der zunehmenden Professionalität Sorge getragen. Ein Ziel, welches sich Fachhochschulen und Universitäten ebenso wie die Verbände auf ihre Fahnen geschrieben haben. 
    Den vollständigen Text der Laudatio finden Sie im Internet unter
www.aticom.de/a-foerd2003.htm. Weitere Informationen zum Fachverband ATICOM können unter www.aticom.de abgerufen werden.


Preisträgerin Doreen Gawronsky, Frau Prof. Dr. Seewald-Heeg und ATICOM-Vorstand Reiner Heard
[Text: ATICOM. Quelle: ATICOM. Bild: ATICOM.] www.uebersetzerportal.de


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