2004-02-09
Uni Bonn: BA-/MA-Abschluss „Asiatische Sprachen“ ersetzt Diplom-Übersetzer
Auch das Asienzentrum der Universität Bonn führt voraussichtlich zum kommenden Wintersemester neue BA-/MA-Studienabschlüsse ein, die die bisherigen Magister- und Diplomstudiengänge (u.a. Diplom-Übersetzer) ersetzen.
    Hierzu gehören ein „Bachelor of Arts in Asian Studies“ mit Spezialisierungsmöglichkeiten in zwölf asiatischen Sprachen sowie sechs verschiedene Masterstudiengänge. „Wir haben ein modernes berufsorientiertes Studium entwickelt, das viel Flexibilität bei der Schwerpunktsetzung erlaubt“, sagt Prof. Dr. Josef Kreiner, Direktor des Japanologischen Seminars.
    Die Studiengänge Orientalistik, Indologie, orientalische Sprachen, Südostasienwissenschaft, vergleichende Religionswissenschaft, Sinologie, Japanologie, Tibetologie und Mongolistik, Orientalische Kunstgeschichte sowie die Forschungsstelle Modernes Japan werden entsprechend modularisiert.
    Im sechssemestrigen Bachelor-Studiengang eignen sich die Studenten fachliches Grundwissen an und lernen eine asiatische Sprache. Im Angebot sind Arabisch, Chinesisch, Japanisch, Koreanisch, Indonesisch, Vietnamesisch, Türkisch, Mongolisch, Tibetisch, Hindi, Sanskrit und Pali, die Sprache des Buddhismus. Im vierten Semester ist ein Praktikum vorgesehen. 
    Eine Examensprüfung gibt es nicht. Jedes Modul wird durch eine Prüfung abgeschlossen und geht mit der Note und je nach Zeitaufwand mit einer Anzahl von Leistungspunkten ins Abschlusszeugnis ein. Ein Leistungspunkt wird für 30 Arbeitsstunden vergeben. Insgesamt müssen für den BA 180 Punkte erworben werden, das entspricht etwa 900 Arbeitsstunden pro Semester. Hierzu gehört auch eine wissenschaftliche Arbeit von 40 Seiten, für die zwölf Leistungspunkte vergeben werden.
    Für den Master muss vier Semester länger als für den Bachelor gebüffelt werden. Der Abschluss ist in folgenden sechs Studiengänge möglich: West- und Südasien, China und Zentralasien, Japan, Südostasien, Religionen und Kunst in den Kulturen Asiens sowie Asiatische Sprachen. Es gilt, 120 Leistungspunkte zu sammeln, darunter 30 für eine schriftliche Hausarbeit von 60 bis 80 Seiten im vierten MA-Semester.
    Wer den Master „Asiatische Sprachen“ ablegen möchte, bei dem ein Schwerpunkt auf dem Übersetzen liegt, muss bereits ab dem dritten Semester eine zweite asiatische Sprache hinzunehmen. 


Hauptgebäude der Uni Bonn und Hofgarten

[Text: Richard Schneider. Quelle: Bonner Generalanzeiger, 2004-02-09. Bild: Ulrike Klopp, Uni Bonn.] www.uebersetzerportal.de


Josef Kreiner