2004-03-03
„Genau die richtige Entscheidung.“ – Arbeitslose drängen als Ich-AG auf den Übersetzungsmarkt
Überaus erfolgreich läuft das von der Hartz-Kommission entwickelte und unter dem Namen „Ich-AG“ bekannt gewordene Existenzgründungsprogramm für Arbeitslose. So ist die studierte Germanistin Nicole Lichtenauer (29) aus dem badischen Offenburg nach einer Babypause und einer „Phase der frustrierenden Arbeitslosigkeit“ seit einem Jahr als Übersetzerin erfolgreich. 
    Die Mutter einer eineinhalbjährigen Tochter meint: „Diesen Schritt zu wagen, war für mich genau die richtige Entscheidung. Gerade weil ich flexibles Arbeiten, Berufserfahrung und Studium ideal unter einen Hut bringen kann.“ Ein ehemaliger Arbeitskollege hatte sie auf die Idee gebracht.
    Lichtenauer arbeitet mit Translation-Memory-Systemen und nutzt konsequent das Internet. Sie hat sich auf technische Übersetzungen für die IT-Branche und Lokalisierungsarbeiten spezialisiert.
    Dabei kann sie sich auf die Unterstützung ihres Mannes und auf den Existenzgründungszuschuss der Bundesagentur für Arbeit verlassen. „Wenn man spürt, dass man so den Rücken frei hat, es sich am Ende auszahlt, ist das alles den ganzen Aufwand schon Wert“, sagt sie.
    Den seit dem 1. Januar 2003 angebotenen Zuschuss zur Existenzgründung erhalten Arbeitslose, die sich selbstständig machen. Im ersten Jahr sind dies monatlich 600 Euro, im zweiten 360 Euro und im dritten 240 Euro. Er wird jeweils für ein Jahr bewilligt und muss dann neu beantragt werden.
    Den vollständigen Artikel können Sie im Offenburger Tageblatt lesen. (Externer Link. Möglicherweise nicht mehr gültig.)

Links zum Thema
2004-01-28 Quereinsteiger mit „Ich-AG“ als Übersetzer erfolgreich
2003-01-21 „Ich-AG“ ist Unwort des Jahres
[Text: Richard Schneider. Quelle: Offenburger Tageblatt, 2004-03-03. Bild: Archiv.] www.uebersetzerportal.de