2004-03-24
Harter Wettbewerb, Auftragsmangel: Auch Chinas Übersetzungsmarkt steckt in der Krise
Die miserablen chinesischen Übersetzungen der Harry-Potter-Bücher nimmt die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua zum Anlass, den Übersetzungsmarkt in China zu beleuchten. Unter der Überschrift „Geschwindigkeit und Qualität von Übersetzungen immer wichtiger“ heißt es:
Einem Bericht der Beijinger Zeitung Beijing News zufolge, verfügt der chinesische Übersetzungsmarkt über ein Potential von 12 Milliarden Yuan (1,5 Mrd. USD). Davon können die landesweit 3.000 Übersetzungsbüros nur rund ein Zehntel abdecken.
    Der Wettbewerb habe sich verschärft, dem Übersetzungsmarkt fehle es an Aufträgen. Einige Firmen bieten schnelle, aber schlechte Übersetzungen zu niedrigen Preisen an, erklärt Zhang Nanjun, leitender Mitarbeiter der China Translators Association.
    Im Dezember 2003 erließ die Staatliche Kommission für Standardisierung eine Reihe nicht obligatorischer Normen für Übersetzungsdienste, in denen die Verantwortlichkeiten von Übersetzungsdienstleistern definiert sind.

Die meisten der 3.000 chinesischen Übersetzungsbüros haben sich in der Wirtschaftsmetropole Shanghai (Foto) und der Hauptstadt Beijing angesiedelt

[Text: Richard Schneider. Quelle: China Internet Information Center (CIIC), www.china.org.cn, 2004-03-17. Bild: CIIC.] www.uebersetzerportal.de