2004-07-03
ITMK der FH Köln hat komplett auf Bachelor- und Master-Studiengänge umgestellt
Als erstes Institut der Fachhochschule Köln hat das Institut für Translation und Mehrsprachige Kommunikation (ITMK) der Fakultät 03 (Fakultät für Informations- und Kommunikationswissenschaften) komplett auf Bachelor- und Masterstudiengänge umgestellt. „Die Fachhochschule Köln hat mit dieser Umstellung, die mit einer grundsätzlichen Neuausrichtung der Studiengänge verbunden worden ist, den Beweis angetreten, dass mit der Einführung internationaler Abschlüsse etwas Gutes für die Studierenden und die Hochschule erreicht werden kann“, betonte der Rektor der Fachhochschule Köln, Prof. Dr. Joachim Metzner. „Uns ist es gelungen“, so Metzner weiter, „wichtige Reformschritte mit der Bachelor- und Mastereinführung zu verbinden, die sonst nicht möglich gewesen wären.“
    Möglichkeit zur Promotion und Zugang zum höheren Dienst
Das ITMK, das bundesweit im Hochschulbereich die meisten Studierenden im Bereich Übersetzen und Dolmetschen aufnimmt, bietet zurzeit zwei Bachelor- und einen Masterstudiengang an, drei weitere Masterstudiengänge folgen in Kürze. Alle sechs Studiengänge sind bereits erfolgreich akkreditiert worden und selbstverständlich eröffnen alle Masterabschlüsse des ITMK die Möglichkeit zur Promotion und den Zugang zum Höheren Dienst. 
    In diesem Bereich bestand ein besonders starker Problemdruck, da viele Absolventen erfolgreich in den verschiedensten Behörden und auch bei der EU arbeiten, aber bislang aufgrund ihres FH-Diplomabschlusses nicht auf die entsprechenden Stellen, die zum höheren Dienst zählen, eingestellt werden konnten. 
    Jährlich bewerben sich rund 800 Interessenten auf die rund 270 Bachelor-Studienplätze, die per örtlichem Numerus Clausus vergeben werden. Im Masterbereich werden insgesamt rund 120 Studienplätze eingerichtet. Zurzeit sind 1.750 Studierende im ITMK eingeschrieben.
    Eigenes Berufsbild für Bachelorstudiengänge konzipiert
Die Umstellung auf die internationalen Abschlüsse hat das Institut für Translation gleichzeitig für eine Neuausrichtung seines Gesamtstudienangebotes auch mit Blick auf die konkreten Anforderungen der Berufspraxis und die tatsächlichen Arbeitsfelder seiner Absolventen genutzt. 
    So wurde für die Bachelorstudiengänge ein eigenes Berufsbild konzipiert, in dem weniger das professionelle Übersetzen und Dolmetschen im Vordergrund steht, als die Vorbereitung auf das tatsächlich sehr viel breitere Arbeitsfeld. Der sechssemestrige Bachelorstudiengang „Mehrsprachige Kommunikation“ bereitet auf mehrsprachige kommunikative und sprachmittlerische Aufgaben beispielsweise für Sachbearbeiteraufgaben mit Auslandsausrichtung bzw. Öffentlichkeitsarbeit, Koordinations- und Assistenzaufgaben in multinationalen Unternehmen oder auch in Unternehmen der Medienbranche vor. 
    Der Bereich „Fachtexte übersetzen“ wurde komplett gestrichen und dafür Projektmanagement, Präsentationstechniken, mehrsprachige Textproduktion und internationale Kommunikation in das Curriculum aufgenommen.
    Bachelorstudiengang „Sprachen und Wirtschaft“
Der achtsemestrige internationale Bachelorstudiengang „Sprachen und Wirtschaft“, der die Studenten auf weit gefächerte Tätigkeiten an internationalen Schnittstellen von deutschen oder europäischen Unternehmen und Behörden vorbereitet, beinhaltet zwei Auslandsstudienjahre: jeweils ein Studienjahr in Frankreich und ein Studienjahr in England bzw. Irland. 
    Durch den großen Anteil von wirtschaftswissenschaftlichen Modulen am Studium sind die Absolventen darauf vorbereitet, Aufgaben im Bereich von Marketing, Öffentlichkeitsarbeit, Managementaufgaben im Bereich Sprache und Weiterbildung sowie Koordinations- und Assistenzaufgaben in transnationalen Unternehmen zu übernehmen. 
    Die Absolventen erhalten gleich drei Hochschulabschlüsse: von der Fachhochschule Köln den „Bachelor of Arts in Languages and Business Studies“, von der Université de Provence die „Maîtrise Internationale“ und von den englischen Hochschulen den „B.A. of Honours“.
    Masterstudiengänge
Die modulare Struktur der Masterstudiengänge wurde dazu genutzt, Dolmetscher für verschiedene Arbeitsmärkte auszubilden. So können sich die Studierenden u.a. entscheiden, ob sie sich auf eine Fremdsprache konzentrieren und dort alle drei Fachgebiete Technik, Wirtschaft und Recht abdecken oder ob sie eine Spezialisierung auf alle drei Fremdsprachen (Englisch, Französisch, Spanisch) in einem der zentralen Fachgebiete Technik, Wirtschaft oder Recht wählen wollen.
    Masterstudiengang „Internationales Management und Interkulturelle Kommunikation“
Der Masterstudiengang „Internationales Management und Interkulturelle Kommunikation“, der seit dem Wintersemester 2003/2004 in Kooperation mit den Fakultäten für Wirtschaftswissenschaften und Angewandte Sozialwissenschaften angeboten wird, bereitet auf Aufgaben im Bereich des internationalen Managements vor. Er trägt der Tatsache Rechnung, dass die fachliche Kompetenz im internationalen Management heute auch die interkulturelle Kompetenz einschließen muss. Kommunikation in kulturell unterschiedlichen Kontexten gilt als Vorrausetzung für internationalen Erfolg. Ein Großteil des Studiums findet in den USA statt. 
    Ziel des Studiengangs ist es, die Absolventen als künftige Führungskräfte in internationalen Wirtschaftsbeziehungen zu qualifizieren. Sie erhalten eine spezialisierte Ausbildung in den wichtigsten Bereichen des internationalen Managements. Die Absolventen, die über hervorragende betriebswirtschaftliche Kenntnisse, sprachlich-kommunikative Fähigkeiten und interkulturelle Kompetenzen verfügen werden, werden in der Regel verantwortliche Managementposten im Rahmen internationaler Aktivitäten global agierender Unternehmen übernehmen.
    Weitere Masterstudiengänge
Im kommenden Wintersemester startet der Masterstudiengang „Konferenzdolmetschen“. Zum Wintersemester 2005/2006 folgen der Masterstudiengang „Fachübersetzen“ und der Masterstudiengang „Terminologie und Sprachtechnologie“.
    Die Website des ITMK der FH Köln finden Sie unter der Adresse www.spr.fh-koeln.de.
[Externer Link. Möglicherweise nicht mehr gültig.]
[Text: Petra Schmidt-Bentum, FH Köln. Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 2004-06-30. Bild: Kalina, Schmitz.] www.uebersetzerportal.de
Die beiden bekanntesten Kölner Köpfe:


Prof. Dr. phil. Dipl.-Dolm. Sylvia Kalina


Prof. Dr. phil. Dipl.-Inform. Klaus-Dirk Schmitz