2004-07-11
Jedes achte Buch eine Übersetzung, die Hälfte davon aus dem Englischen. Börsenverein-Statistik für 2003
Der Umsatz der Buchbranche ist 2003 nach Schätzungen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels um 1,7 Prozent auf 9,07 Mrd. Euro zurückgegangen. Dieter Schormann, Vorsteher des Börsenvereins, sagte bei der Vorstellung der Zahlen in Frankfurt: „Das ist kein wirtschaftlicher Sonderweg des Buchmarktes. Wir haben es mit einer generellen Konsumschwäche bei den Käufern zu tun. Nach drei Jahren sinkender Umsätze wird sich die Buchbranche nur langsam erholen.“
    Die Umsätze der deutschen Buchverlage sind 2003 um 1,1 Prozent zurückgegangen. Auf die Titelproduktion hatte diese Entwicklung keinen Einfluss, die Zahl der Erstauflagen stieg 2003 wieder um 2,7 Prozent auf 61.538 Titel. 
    Die verstärkte Titelproduktion macht sich auch bei den Übersetzungen bemerkbar. Etwa jedes achte Buch, das 2003 in Deutschland erschien, wurde übersetzt – jede zweite Übersetzung kam dabei aus dem Englischen. Bei den Lizenzverkäufen ins Ausland nahmen 2003 die chinesische und die koreanische Sprache mit 9,4 und 9,0 Prozent die beiden ersten Plätze ein. Begehrt sind insbesondere deutsche Kinder- und Jugendbücher. Aus dieser Sachgruppe stammen 21,3 Prozent aller 2003 ins fremdsprachige Ausland vergebenen Lizenztitel. 
[Text: Börsenverein. Quelle: PM Börsenverein, 2004-07-08. Bild: Börsenverein.] www.uebersetzerportal.de

Dieter Schormann