2004-07-18
Mossad sucht Übersetzer – per Stellenanzeige
„Wir suchen immer die Besten“, heißt es in aktuellen Stellenanzeigen im Internet. Der anspruchsvolle Arbeitgeber ist der israelische Geheimdienst Mossad (Hebräisch für „Institut“), der inzwischen unter einem ähnlichen Übersetzermangel wie die amerikanischen Geheimdienste zu leiden scheint. Die Zeit schreibt:
Um den Personalengpass abzubauen, greift der Mossad zu Rekrutierungsmethoden, die für Spione eher unkonventionell sind. Bei der Nachwuchssuche via Internet gibt es keine Geheimniskrämerei – sondern klar formulierte Anforderungen: Die Jobs werden als „herausfordernd und einmalig“ gepriesen. Da werden klinische Psychologen gesucht, die über „Erfahrung im Krisenmanagement“ verfügen. Als Agenten „für Spezialaufgaben“ sind Ingenieure, Manager, Elektriker, Übersetzer, Telekommunikationsexperten und Busfahrer gefragte Experten. 
Erst seit wenigen Jahren begeben sich die Schlapphüte öffentlich auf Personalsuche. Wer sich bewerben möchte, findet unter www.mossad.gov.il ein Online-Formular.


„Der Mossad ist offen – aber nur für 13 Techniker“ lautet die Überschrift dieser Stellenanzeige aus früheren Jahren, über die 13 Elektroniker und IT-Fachleute gesucht wurden. „Der Mossad ist offen. Nicht für jeden. Nicht für viele. Aber vielleicht für Sie.“, heißt es abschließend 

[Text: Richard Schneider. Quelle: Zeit, 2004-07-19 (übernommen aus Handelsblatt). Bild: Mossad.] www.uebersetzerportal.de


Mossad-Chef Meir Dagan


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