2004-07-29
Teresa Heinz Kerry überzeugt auf Wahlparteitag der Demokraten
Die reichste Dolmetscherin der Welt und mögliche künftige First Lady der USA, Teresa Heinz Kerry (65), hat am Dienstag in Boston auf dem Wahlparteitag der Demokraten eine Rede gehalten.
    Sie wurde den Delegierten von ihrem jüngsten Sohn, Chris Heinz, als „a trained translator“ vorgestellt, „who speaks five languages“. Dabei streckte er dem Auditorium die fünf Finger seiner rechten Hand entgegen und wiederholte beschwörend das Wort „five“. Fünf Sprachen – so etwas beeindruckt Amerikaner.
    In ihrer Rede gab Teresa Heinz Kerry ein kleines Beispiel ihrer Sprachkenntnisse, als sie diverse Volksgruppen auf Spanisch, Französisch, Italienisch und Portugiesisch ansprach – übrigens völlig akzentfrei, während sie Englisch mit einem leichten, aber sehr charmanten „romanischen“ Akzent spricht:
Y a todos los hispanos, los latinos; a tous les Americains français et canadiens; a tutti italiani; a toda a família portuguesa e brasileira; to all my continental African family living in this country, and to all new Americans: I invite you to join our conversation, and together with us work towards the noblest purpose of all: a free, good, and democratic society.
Das Transkript der Rede, das von amerikanischen Medien verbreitet wurde, enthält in den zwei fremdsprachigen Zeilen nicht weniger als zwölf Rechtschreibfehler. [Ich hoffe, ich habe damit alle gefunden und entfernt.]
    Übersetzerinnen und Dolmetscherinnen an der Seite mächtiger Männer sind keine seltene Erscheinung. So war Hannelore Kohl, die Frau von Bundeskanzler Helmut Kohl, eine Germersheim-Absolventin. Ein aktuelles Beispiel ist Sandra Roelofs, die Frau des georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili.

Links zum Thema
2004-02-04 Teresa Heinz Kerry: UNO-Dolmetscherin, millionenschwere Ketchup-Erbin und mögliche First Lady der USA
2004-01-30 Übersetzerin Sandra Roelofs neue First Lady in Georgien
[Text: Richard Schneider.] www.uebersetzerportal.de


Teresa Heinz Kerry 
bei ihrer Rede