2004-08-24
EU-Beitritt sorgt für Aufschwung auf tschechischem Übersetzungsmarkt
Während auf dem Übersetzungsmarkt der alten EU-Länder immer noch die größte Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg grassiert, sorgt die Erweiterung in den neuen EU-Ländern für einen enormen Aufschwung.
    Für die tschechischen Dolmetscher hat sich die Arbeitssituation seit dem Beitritt schlagartig zum Positiven verändert. Amalaine Diabová (Tschechisch, Arabisch, Französisch) ist Vorsitzende des tschechischen Konferenzdolmetscherverbandes ASKOT. Sie berichtet, dass sich die Auftragslage seit Mai dieses Jahres stark verbessert hat. Viele Übersetzer und Dolmetscher fliegen nun für mehrere Tage oder Wochen pro Monat nach Brüssel, Straßburg oder Luxemburg. „Das wiederum hat Leute aus dem tschechischen Markt abgezogen. Ich weiß, dass sich die Nachfrage nach Dolmetschern, die hier weiter zur Verfügung stehen, sehr erhöht hat“, so Diabová.
    Auch Daniela Tamášová (Tschechisch, Slowakisch, Deutsch, Englisch) hat bereits mehrere Wochen in Brüssel gearbeitet. Sie meint: „Das Arbeitsklima finde ich sehr gut, im Vergleich zu hier. In erster Linie sind die Arbeitsbedingungen ganz hervorragend.“
    Auf der Website von Radio Prag ist ein längerer Artikel zu diesem Thema erschienen, den Sie hier lesen können (in deutscher Sprache).
    Der Konferenzdolmetscherverband ASKOT wurde 1990 gegründet und hat 67 Mitglieder. Mehr Informationen zu dem Verband finden Sie auf der ASKOT-Website.
[Externe Links. Möglicherweise nicht mehr gültig.]
[Text: Richard Schneider. Quelle: Radio Prag, 2004-07-01, 2004-08-03. www.uebersetzerportal.de]


Amalaine Diabová