2004-10-11
Übersetzer Mahmud al-Kurdi in Ramadi enthauptet
Im Irak wurden der irakisch-kurdische Übersetzer Mahmud al-Kurdi und sein Auftraggeber, ein türkischer Geschäftsmann, von einer bislang unbekannten Islamistengruppe ermordet. 
    Die sich „Jaish Ansar al-Sunna“ (Unterstützerarmee für die Sunna) nennenden Terroristen veröffentlichten am 11.10.2004 im Internet Erklärungen und ein Video, das zeigt, wie beiden Männern der Kopf abgeschnitten wurde. Die Bluttat soll sich in der Stadt Ramadi abgespielt haben. 
    Die Entführer gaben an, dass die Geiseln getötet wurden, nachdem sie zugegeben hätten, mit der US-Armee zu kollaborieren. Sie forderten alle Türken auf, den Irak zu verlassen und nicht länger „die Kreuzritter in ihrem Krieg gegen den Islam und die Muslime“ zu unterstützen.

Nachtrag 2004-10-18:
Im Irak sind an verschiedenen Orten die Leichen zweier enthaupteter Männer entdeckt worden. Es handelt sich wahrscheinlich um den Übersetzer und seinen Auftraggeber.
[Text: Richard Schneider. Bild: Archiv. www.uebersetzerportal.de]