2004-11-25
George W. Bush verlangt das Unmögliche: CIA soll in 90 Tagen Zahl ihrer Arabisch-Dolmetscher um 50 Prozent erhöhen
US-Präsident George W. Bush hat eine Direktive erlassen, die von der CIA unter anderem verlangt, die Zahl der beim Geheimdienst beschäftigten Arabisch-Übersetzer um 50 Prozent zu erhöhen – und zwar binnen 90 Tagen.
    Fachleute bezweifeln allerdings, dass dies möglich ist. „So etwas dauert Jahre“, meint ein frustrierter Schlapphut. Bereits jetzt arbeite jeder Amerikaner, der halbwegs Arabisch und Englisch beherrsche, in irgendeiner Art und Weise für die Staatsmacht.
    Die Direktive des Präsidenten beruht auf den Empfehlungen einer Untersuchungskommission, die die Ursachen für das Versagen der Geheimdienste im Vorfeld der Anschläge vom 11. September 2001 untersucht hat.
    Die CIA hat erst vor kurzem mit Porter J. Goss (66) einen neuen Chef bekommen, der die beschlossenen Strukturreformen zügig umsetzen soll.
[Text: Richard Schneider. Quelle: Die Presse, 2004-11-25. Bild: Wikipedia, Public Domain. www.uebersetzerportal.de]

Porter J. Goss