2004-12-05
Reporter im Irak klagen: „Der Übersetzer ist mein größter Kostenfaktor.“
Erwin Decker berichtet als freier Journalist aus Suleimanija im kurdisch kontrollierten Nordirak. Davor war er einige Zeit in Bagdad, bis dies für Ausländer zu gefährlich wurde. In einem längeren Beitrag für den Berliner Tagesspiegel schildert er seinen Arbeitsalltag. Über die Zusammenarbeit mit Vertretern unserer Berufsgruppe schreibt er:
Ein Journalist, der die Sprache des Landes nicht spricht, braucht einen Dolmetscher, der sich darüber hinaus noch gut bei Behörden, Institutionen und im Land auskennt. Den zu finden, ist eine meiner Hauptaufgaben, im günstigsten Fall nur für die ersten Tage. Manchmal glaube ich, so einen Mitarbeiter zu finden, ist schier unmöglich, oder es ist das Schwierigste bei dem Job überhaupt. Die wirklich Guten sind bei der US-Armee für horrende Summen angestellt. Die dritte Wahl will inzwischen schon 150 Dollar am Tag. Ein Journalist in einem fremden Land hängt am „Tropf“ der Schnittstelle des Übersetzers zu den örtlichen Kontakten. Der Übersetzer ist mein größter Kostenfaktor.
Den vollständigen Artikel können Sie im Tagesspiegel lesen. (Externer Link. Möglicherweise nicht mehr gültig.)
[Text: Richard Schneider. Quelle: Tagesspiegel, 2004-12-05. Bild: Archiv. www.uebersetzerportal.de]