2004-12-11
„Sonst könnte ich das kaum bewerkstelligen.“ Dolmetscher in Afghanistan für Bundeswehr unentbehrlich
Hauptmann Georg Auer ist einer der Presseoffiziere der Deutsch-Französischen Brigade in Kabul. In einem Zeitungsinterview schildert er die Zusammenarbeit mit seinem Dolmetscher:
„Mein Dolmetscher übersetzt Artikel der beiden großen afghanischen Tageszeitungen Anees und Armaan aus der Landessprache Dari ins Englische. Sonst könnte ich das kaum bewerkstelligen“, erzählt der 28-Jährige am Telefon. Überhaupt spielten die afghanischen Übersetzer eine wichtige Rolle. Bei jeder Patrouille, und davon gab es bei den Wahlen über 100 am Tag, sei einer dabei, damit sich die Soldaten mit den Afghanen verständigen könnten. „Der persönliche Kontakt ist sehr wichtig. Da erfahren die Soldaten, wo den Menschen der Schuh drückt, was sie bewegt und wo Gefahren für die Truppe lauern.“

Ein Dolmetscher (Mitte) übersetzt für den neben ihm sitzenden Col. Kenneth F. McKenzie Jr. von der 22nd Marine Expeditionary Unit beim Treffen mit Jon Mohammed (rechts), dem Gouverneur der afghanischen Provinz Oruzgan. Das Foto wurde am 09.04.2004 von Gunnery Sgt. Keith A. Milks aufgenommen.
[Text: Richard Schneider. Quelle: Südkurier, 2004--10-20. Bild: US Marine Corps. www.uebersetzerportal.de]