2005-02-18a
Finnische Wissenschaftler entwickeln System zur blickgesteuerten automatischen Übersetzung
Wissenschaftler der Universität Tampere unter der Leitung von Prof. Dr. Kari-Jouko Räihä haben iDict entwickelt. Das blickgesteuerte System erkennt, welche Wörter in einem fremdsprachigen Text der Leser nicht versteht und bietet automatisch Übersetzungen an. Dies funktioniert jedoch nur bei Texten, die bereits in elektronischer Form vorliegen. 
    iDict übersetzt die Teile des Textes, bei denen der Leser zu zögern scheint und gibt die Übersetzung per Lautsprecher oder am Bildschirm aus. Das System erkennt Veränderungen im Blickverhalten des Auges. Die Wissenschaftler haben nämlich beobachtet, dass sich das Leseverhalten ändert, sobald Verständnisprobleme auftreten. Das Auge verharrt länger auf den unverständlichen Ausdrücken.
    Der Vorteil des Systems: Es ist keinerlei Input durch den Leser erforderlich. Das System erkennt am Blickverhalten, für welche Wörter Übersetzungshilfen gegeben werden müssen. Zu den derzeit verfügbaren Sprachen gehören Finnisch, Italienisch, Deutsch und Englisch.
[Text: Richard Schneider. Quelle: PM Kari-Jouko Räihä, Universität Tampere. Bild: Universität Tampere.] www.uebersetzerportal.de

Kari-Jouko Räihä


Ein Proband mit der iDict-Apparatur