2005-04-20
„4.500 Euro plus Zulagen“ – Boulevardzeitung kritisiert Gehalt der EU-Übersetzer
EU-Beamte verdienen doppelt soviel wie deutsche Beamte“, schimpft die Berliner Boulevardzeitung B.Z. und führt als Beispiel die Übersetzer an:
So erhält zum Beispiel nach der EU-Verwaltungsreform (März 2004) – im Januar zuvor wurden die Gehälter schnell noch um 4,4  Prozent erhöht ein Übersetzer in Brüssel 4500 Euro plus Zulagen alles im Monat. Auslandzulage: 16  Prozent, Familienzulage: 5  Prozent, Kinderzulage: 247,86 Euro pro Kind (bis zum 26. Lebensjahr), Erziehungszulage: 221,50 Euro für jedes Kind, das noch zur Schule geht. Der Dolmetscher-Kollege in Deutschland muß sich mit 3100 Euro zufrieden geben, ohne Zulage.
    Weitere Privilegien: Befreiung von nationalen Einkommenssteuern. Beamte, die neu nach Brüssel kommen, dürfen im ersten Jahr Auto und Möbel steuerfrei kaufen. Und: Das Fitneßstudio zahlt die EU.
Das Blatt zitiert den EU-Abgeordneten Markus Ferber (CSU). Die Besoldung sei nach der Reform „jetzt sauberer differenziert“, aber immer noch „zu hoch“. So erhalte ein EU-Generaldirektor mit zwei Kindern inkl. Zulagen rund 20.500 Euro im Monat, der deutsche Bundeskanzler hingegen nur 14.800. Ferber: „Da kann doch etwas nicht stimmen.“ Immerhin stiegen die Gehälter nach der Reform nur noch bis zu 20  Prozent jährlich, „früher waren es automatisch bis zu 38  Prozent“, so Ferber.
[Text: Richard Schneider. Quelle: B.Z., 2005-04-20. Bild: Archiv.] www.uebersetzerportal.de