2005-05-22
Europaparlament lässt regelmäßig „einen Mann aus Kanada“ einfliegen – den Maltesisch-Dolmetscher
„Die europäische Sprachverwirrung“ ist ein Beitrag im Kölner Stadt-Anzeiger überschrieben, der sich mit der Übersetzungs- und Dolmetschproblematik in den EU-Institutionen beschäftigt.
    Zu Wort kommt unter anderem Juan Carlos Jiménez Marín.
Der Deutsche mit spanischen Wurzeln (A-Sprache: Spanisch, B: Deutsch, C: Englisch, D: Französisch) ist Leiter der deutschen Kabine im Europaparlament. Seiner Ansicht nach fehlt es den wenigen verfügbaren Dolmetschern für die neuen Amtssprachen „vor allem an Berufserfahrung“. Deshalb müsse man oft auf Freiberufler zurückgreifen. „Regelmäßig lässt das Parlament einen Mann aus Kanada einfliegen, weil er Maltesisch beherrscht. Dafür gibt es weltweit derzeit nur sechs Dolmetscher“, heißt es in dem Artikel.
    Darüber hinaus werden das Prinzip des Relais-Dolmetschens erklärt und die – uns Fachleuten – bekannten Fakten aufgezählt: 20 Amtssprachen, 380 Sprachkombinationen, Kosten von „über eine[r] Milliarde Euro“ pro Jahr, täglich bis zu 1.000 Dolmetscher und fast doppelt so viele Übersetzer im Einsatz.
    Den vollständigen Artikel können Sie im Kölner Stadt-Anzeiger lesen.

[Text: Richard Schneider. Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger, 2005-05-18. Bild: Lingua Franca (Dolmetscher-Bulletin Europaparlament).] www.uebersetzerportal.de


Juan Carlos Jiménez Marín