2005-05-30
Übersetzer in der Politik: Murat Çakir ist Pressesprecher der WASG
Auch im jüngsten Gewächs der deutschen Parteienlandschaft, der Anfang 2004 gegründeten WASG, mischen Angehörige unserer Berufsgruppe in führender Position mit. Bundespressesprecher und Vorstandsmitglied der „Wahlalternative soziale Gerechtigkeit“ ist Murat
Çakir (45) aus Kassel, vereidigter Dolmetscher und Übersetzer für die türkische Sprache.
   
    Çakir wurde 1960 in Istanbul geboren und lebt seit 1970 in Deutschland. In einem Newsletter seiner Partei stellte er sich wie folgt vor:
Seit meinem 16. Lebensjahr bin ich auf verschiedenen Ebenen politisch tätig. Unter anderem stand ich bis 2000 ehrenamtlich dem Bundesausländerbeirat, der Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte Hessen (AGAH) sowie der Föderation der ImmigrantInnenvereine aus der
Türkei e.V. (GDF) vor. Als Gründungsmitglied vertrat ich die NGOs aus Deutschland bei dem Europäischen Netzwerk gegen Rassismus (ENAR) und war dessen Schatzmeister. Von 1995 bis 2000 Mitglied der Versammlung der Landesanstalt für privaten Rundfunk Hessen (LPR). Ich bin weiterhin in verschiedenen Migrantenorganisationen und Kulturinitiativen ehrenamtlich tätig und gehöre der türkischen Redaktion des Freien Radios Kassel an.
In der WASG bin ich von Anfang an dabei und bin Mitglied des Gründungsvorstandes. Ich bin der Auffassung, dass unsere Partei eine historische Chance hat, sozial gerechte Alternativen zur gegenwärtigen neoliberalen Politik durchsetzungsfähig zu machen. Ich möchte weiter dazu beitragen eine starke soziale Kraft aufzubauen, damit wir gemeinsam unsere Alternativen politisch zur Geltung bringen können.
Bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen holte die von unzufriedenen SPD-Linken gegründete „Partei Arbeit & soziale Gerechtigkeit – Die Wahlalternative“, wie sie offiziell heißt, vor wenigen Tagen 2,2 Prozent der Stimmen.


Murat
Çakir in seinem Büro

[Text: Richard Schneider. Quelle: Neues Deutschland, 2005-05-30; WASG-Newsletter, 2005-05-01. Bild: WASG.] www.uebersetzerportal.de


Murat
Ç
akir